Deborah Feldman: Unorthodox

Chassidismus in Brooklyn und wie man einen Weg hinaus findet - ein Vergleich zwischen Deborah Feldmans autobiographischer Erzählung "Unorthodox", deren filmischer Adaption sowie dem thematisch verwandten Roman "Die Erwählten" von Chaim Potok.

Jane Austen: Pride and Prejudice

Mit wenigen Worten, Gesten, Handlungen charakterisiert Jane Austen sehr lebendig ihre individuellen Figuren. Die dargestellten Inhalte finden dabei eine verblüffende Entsprechung in ihrer sprachlichen Ausgestaltung.

Und noch mehr Kreutzersonaten: Janáček und de Moor

Margriet de Moors "Kreutzersonate" ist ein intertextuelles, intermediales Meisterwerk: Im kontrastiven Vergleich mit den anderen Werken, durch Parallelen und Verschiebungen entstehen Aussagen zum Diskurs Musik/Gefühl auch jenseits der Sprechakte der Figuren; ebenso wie die angedeuteten musikalischen Motive (etwa das von Janáček aufgegriffene Beethoven-Thema) im inneren Ohr des Lesers nicht erklingen könnten, wenn sie nicht auf bereits Komponiertes Bezug nähmen, da Sprache nicht die Notation ersetzen kann. Die Erzählung schreibt sich in den Kreutzersonatendiskurs ein und setzt sich zugleich von ihm ab.

Kreutzersonaten: Beethoven und Tolstoi

Die Relationen von Musik und Literatur, der Versuch Bezug zu nehmen auf die jeweils andere Kunst, ist faszinierend und zugleich problematisch. Tolstois Bezugnahme auf Beethovens "Kreutzersonate" zeugt von einem geringen musikalischen Verständnis der Sonate und basiert stattdessen auf dem Eifersuchtsmotiv, das der Sonate nicht immanent ist.

Let’s Read – mein neuer Blog zu Kinder- und Jugendliteratur

Jetzt, wo die Corona-Pandemie und die damit einhergehende Schulschließung mir unverhofft so viel Zeit zur Verfügung gestellt hat, setze ich ein schon lange erwogenes Vorhaben um und lanciere einen weiteren Blog, der sich ausschließlich der Kinder- und Jugendliteratur und dem Philosophieren mit Kindern widmet: Let's Read!

Adalbert Stifter: Der Nachsommer – Unterstreichungen als „Band zwischen uns“

Mathilde schenkt ihrem Sohn Gustav Goethes Werke mit ihren Unterstreichungen: "So werden die Bücher immer ein Band zwischen uns sein, wo wir uns auch befinden." Eine schöne Geste - aber die Unterstreichungen symbolisieren nicht nur eine innige Verbindung, sondern auch eine kurzgehaltene Leine.

Adalbert Stifter: Der Nachsommer – Unterstreichungen als Bildungsfossilien

"Mein Vater war Kaufmann." Dieser scheinbar lapidare erste Satz des Nachsommers ist zugleich die conditio sine qua non der gesamten Handlung. Denn der Held und Ich-Erzähler Heinrich könnte sein dem zweckfreien Selbststudium der Wissenschaften, der Kunst und Literatur gewidmetes Leben ohne das nicht unerhebliche Vermögen seines Vaters nicht führen. Kaufmannssohn Heinrich unternimmt umfangreiche Forschungsreisen ins … Adalbert Stifter: Der Nachsommer – Unterstreichungen als Bildungsfossilien weiterlesen

Beethoven, mon amour

Die in Kooperation mit dem Beethoven-Haus entstandene Ausstellung in der Bundeskunsthalle hielt neben viel Bekanntem zwei ganz neue Erlebnisse für mich bereit.

Unterstreichungen als Detail – Adalbert Stifter: Kalkstein

In der Erzählung Kalkstein aus der Sammlung Bunte Steine von Adalbert Stifter ist die Unterstreichung in einem alten Schulheft lediglich ein Detail in einer Beschreibung. Die Beschreibung als Schnittmenge von Literatur und Wissenschaft ist für Stifters Poetik von konstituierender Bedeutung.

Fontanes Poetik der Unterstreichung

Eine Systematisierung der möglichen Ausprägungen des Motivs der Unterstreichungen und Marginalien anhand von Beispielen aus Erzählungen und Romanen Theodor Fontanes.