Fontanes Poetik der Unterstreichung

Eine Systematisierung der möglichen Ausprägungen des Motivs der Unterstreichungen und Marginalien anhand von Beispielen aus Erzählungen und Romanen Theodor Fontanes.

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Franz Kafka: Der Proceß – Deute mich / nicht!

Es gibt zum Proceß keine einfache, stimmige Interpretation, die alles entschlüsselt, passend macht und die Lesenden erhellt. Kann es gar nicht geben.

Unterstreichungen als Kommunikation – Fontane: Effi Briest

In den bisher untersuchten Varianten des Motivs werden die Unterstreichungen von anderen gelesen ohne das Wissen desjenigen, vom dem sie herrühren. Bei Fontane werden nur in Effi Briest die Texte mit den Unterstreichungen bewusst an eine andere Person weitergegeben. Hierdurch kann eine Kommunikation geführt oder zumindest eingeleitet werden.

Unterstreichungen als Informationsquelle II – Fontane: Mathilde Möhring

In Mathilde Möhring gelingt es der Protagonistin, aus den Unterstreichungen ihres Untermieters und Ehemanns in spe verwertbare Informationen über seinen Charakter zu ziehen, was Fontane dazu nutzt, ihre praktische Klugheit evident zu machen.

Fjodor Dostojewski: Die Brüder Karamasow

In der Reihe "Klassiker lesen": Ein befremdlich melodramatisches Poem, durch das ich mich regelrecht durchkämpfen musste.

Repoetisierung 6: Ernst Jandl

Ernst Jandl ist wohl der einzige experimentelle Dichter, der es zu großer Popularität gebracht hat. Leider ging dies mit einer Verharmlosung als "Sprachclown" einher.

Verhulst, Erofeev, Strunk – Alkoholismus

Dimitri Verhulst, Venedikt Erofeev und Heinz Strunk schreiben über Menschen, deren Leben von Alkoholmissbrauch geprägt ist. Was verbindet, was trennt die Romane?