Unterstreichungen und Selbsterkenntnis – Fontane: Graf Petöfy

Unterstreichungen in einem gefundenen Exemplar der Confessions von Jean-Jacques Rousseau bringen der Protagonistin von Fontanes Roman Graf Petöfy zwar keine Selbsterkenntnis, aber die Erkenntnis, dass sie sich selbst nicht kennt.

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Wildheit erobert die linke Seite

Dieser Essay versucht eine vom Bild-Textverhältnis geleitete Interpretation des Bilderbuchklassikers "Wo die Wilden Kerle" wohnen.

Poetik der Unterstreichung – Vorbemerkungen

Einige Vorbemerkungen zu einer Beitragsreihe über Unterstreichungen und Marginalien als Motiv in Romanen und Erzählungen zum Beispiel bei Stifter, Fontane, Musil.

Warum fällt der idealen Mutter das Kind in den See?

Dieser Close-Reading-Essay geht der Frage nach, wieso Ottilie, "die ideale Mutter", das ihr anvertraute Kind in Goethes Roman "Die Wahlverwandtschaften" in den See fallen lässt.

Thomas Mann: Der Zauberberg

Einige Bemerkungen zum Zauberberg - Zeitläufe und Zahlenmystik, Gegensatzpaare, Erster Weltkrieg - und wie sie möglicherweise zusammenhängen.

Repoetisierung 5: Stéphane Mallarmé

Stéphane Mallarmé, der symbolischste der Symbolisten, ist ein Traum für Komparatisten: seine Werke selbst greifen musikalische und graphische Elemente auf und wurden von Künstlern und Musikern weiterentwickelt, sein Einfluss auf die Avantgarde ist groß und die scheinbare Unübertragbarkeit seiner Gedichte regt zu Übersetzungsvergleichen an.

Geschichten vom Kino – Alexander Kluge

comparaison d'être

Geschichten vom Kino ist Alexander Kluges schönstes Buch – weil es seine beiden großen Leidenschaften, Kino und Literatur, zusammenführt.

41904Als der promovierte Jurist Alexander Kluge Ende der 50er Jahre ein Volontariat bei Fritz Lang machte, der gerade Der Tiger von Eschnapur und Das indische Grabmal drehte, saß er viel in der Kantine und schrieb Geschichten, die später unter dem Titel Lebensläufe bei Suhrkamp erschienen. Er ist in beide Professionen, als literarischer Autor und als Filmemacher, auf höchstem Niveau eingestiegen und führt beide bis heute extensiv fort. Dabei ist ein wahrhaft einzigartiges Werk entstanden.

Die große Faszination, die Alexander Kluges Werk insgesamt auf mich ausübt, hat sich nicht gleich auf den ersten Seiten entwickelt. Ich fing erst an, seine Literatur zu begreifen, nachdem ich seine beiden ersten Langfilme Abschied von gestern (1966) und Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos (1968) gesehen hatte, denn auch seine Literatur ist filmisch angelegt; über die 

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