Let’s Read – mein neuer Blog zu Kinder- und Jugendliteratur

Jetzt, wo die Corona-Pandemie und die damit einhergehende Schulschließung mir unverhofft so viel Zeit zur Verfügung gestellt hat, setze ich ein schon lange erwogenes Vorhaben um und lanciere einen weiteren Blog, der sich ausschließlich der Kinder- und Jugendliteratur und dem Philosophieren mit Kindern widmet: Let's Read!

Adalbert Stifter: Der Nachsommer – Unterstreichungen als „Band zwischen uns“

Mathilde schenkt ihrem Sohn Gustav Goethes Werke mit ihren Unterstreichungen: "So werden die Bücher immer ein Band zwischen uns sein, wo wir uns auch befinden." Eine schöne Geste - aber die Unterstreichungen symbolisieren nicht nur eine innige Verbindung, sondern auch eine kurzgehaltene Leine.

Adalbert Stifter: Der Nachsommer – Unterstreichungen als Bildungsfossilien

"Mein Vater war Kaufmann." Dieser scheinbar lapidare erste Satz des Nachsommers ist zugleich die conditio sine qua non der gesamten Handlung. Denn der Held und Ich-Erzähler Heinrich könnte sein dem zweckfreien Selbststudium der Wissenschaften, der Kunst und Literatur gewidmetes Leben ohne das nicht unerhebliche Vermögen seines Vaters nicht führen. Kaufmannssohn Heinrich unternimmt umfangreiche Forschungsreisen ins … Adalbert Stifter: Der Nachsommer – Unterstreichungen als Bildungsfossilien weiterlesen

Beethoven, mon amour

Die in Kooperation mit dem Beethoven-Haus entstandene Ausstellung in der Bundeskunsthalle hielt neben viel Bekanntem zwei ganz neue Erlebnisse für mich bereit.

Unterstreichungen als Detail – Adalbert Stifter: Kalkstein

In der Erzählung Kalkstein aus der Sammlung Bunte Steine von Adalbert Stifter ist die Unterstreichung in einem alten Schulheft lediglich ein Detail in einer Beschreibung. Die Beschreibung als Schnittmenge von Literatur und Wissenschaft ist für Stifters Poetik von konstituierender Bedeutung.

Fontanes Poetik der Unterstreichung

Eine Systematisierung der möglichen Ausprägungen des Motivs der Unterstreichungen und Marginalien anhand von Beispielen aus Erzählungen und Romanen Theodor Fontanes.

Franz Kafka: Der Proceß – Deute mich / nicht!

Es gibt zum Proceß keine einfache, stimmige Interpretation, die alles entschlüsselt, passend macht und die Lesenden erhellt. Kann es gar nicht geben.

Unterstreichungen als Kommunikation – Fontane: Effi Briest

In den bisher untersuchten Varianten des Motivs werden die Unterstreichungen von anderen gelesen ohne das Wissen desjenigen, vom dem sie herrühren. Bei Fontane werden nur in Effi Briest die Texte mit den Unterstreichungen bewusst an eine andere Person weitergegeben. Hierdurch kann eine Kommunikation geführt oder zumindest eingeleitet werden.

Unterstreichungen als Informationsquelle II – Fontane: Mathilde Möhring

In Mathilde Möhring gelingt es der Protagonistin, aus den Unterstreichungen ihres Untermieters und Ehemanns in spe verwertbare Informationen über seinen Charakter zu ziehen, was Fontane dazu nutzt, ihre praktische Klugheit evident zu machen.

Fjodor Dostojewski: Die Brüder Karamasow

In der Reihe "Klassiker lesen": Ein befremdlich melodramatisches Poem, durch das ich mich regelrecht durchkämpfen musste.