Hermann Hesse: Unterm Rad

Vor einigen Jahren standen wir in der Kaffeepause auf dem Hofe des Eikones-Institutes über dem Rhein in Basel und unterhielten uns über Fragen wie die, ob wir (angehende) Literaturwissenschaftler noch Bücher privat läsen oder was wohl in den kommenden Jahren etwas Überraschendes in der Literaturwissenschaft sein könnte. Unser Dozent meinte damals, es wäre überraschend, wenn … Hermann Hesse: Unterm Rad weiterlesen

Françoise Sagan: Bonjour Tristesse

Als Anne Larsen an der Côte d'Azur auftaucht, wird das Ferienidyll von Cécile und ihrem Vater empfindsam wie empfindlich gestört. Cécile versteht sich zu wehren - und sei es wider alle Vernunft.

Abbé Prévost: Manon Lescaut

Manon Lescaut und ihr Geliebter folgen stets nur ihren Impulsen und stürzen dabei von einer Katastrophe in die nächste. Aus Schaden wird man klug? Nicht diese beiden.

Alexandre Dumas: Die Kameliendame

Die Kamelie war im 19. Jahrhundert die Modeblume schlechthin und ist damit die ideale Metapher für Marguerite Gautier, eine betörende femme entretenue der Pariser Halbwelt, die - wie es sich für eine junge, schöne Romanheldin des 19. Jahrhunderts gehört - an der Schwindsucht stirbt.

Jane Austen: Pride and Prejudice

Mit wenigen Worten, Gesten, Handlungen charakterisiert Jane Austen sehr lebendig ihre individuellen Figuren. Die dargestellten Inhalte finden dabei eine verblüffende Entsprechung in ihrer sprachlichen Ausgestaltung.

Adalbert Stifter: Der Nachsommer – Unterstreichungen als Bildungsfossilien

"Mein Vater war Kaufmann." Dieser scheinbar lapidare erste Satz des Nachsommers ist zugleich die conditio sine qua non der gesamten Handlung. Denn der Held und Ich-Erzähler Heinrich könnte sein dem zweckfreien Selbststudium der Wissenschaften, der Kunst und Literatur gewidmetes Leben ohne das nicht unerhebliche Vermögen seines Vaters nicht führen. Kaufmannssohn Heinrich unternimmt umfangreiche Forschungsreisen ins … Adalbert Stifter: Der Nachsommer – Unterstreichungen als Bildungsfossilien weiterlesen

Unterstreichungen als Detail – Adalbert Stifter: Kalkstein

In der Erzählung Kalkstein aus der Sammlung Bunte Steine von Adalbert Stifter ist die Unterstreichung in einem alten Schulheft lediglich ein Detail in einer Beschreibung. Die Beschreibung als Schnittmenge von Literatur und Wissenschaft ist für Stifters Poetik von konstituierender Bedeutung.

Fontanes Poetik der Unterstreichung

Eine Systematisierung der möglichen Ausprägungen des Motivs der Unterstreichungen und Marginalien anhand von Beispielen aus Erzählungen und Romanen Theodor Fontanes.

Franz Kafka: Der Proceß – Deute mich / nicht!

Es gibt zum Proceß keine einfache, stimmige Interpretation, die alles entschlüsselt, passend macht und die Lesenden erhellt. Kann es gar nicht geben.

Unterstreichungen als Kommunikation – Fontane: Effi Briest

In den bisher untersuchten Varianten des Motivs werden die Unterstreichungen von anderen gelesen ohne das Wissen desjenigen, vom dem sie herrühren. Bei Fontane werden nur in Effi Briest die Texte mit den Unterstreichungen bewusst an eine andere Person weitergegeben. Hierdurch kann eine Kommunikation geführt oder zumindest eingeleitet werden.